Was bedeutet „Rosenkrieg“?
Der Begriff „Rosenkrieg“ beschreibt eine besonders konfliktreiche Trennung oder Scheidung, bei der sich die ehemaligen Partner erbittert streiten. Dabei geht es oft um Vermögensaufteilung, Sorgerecht oder Unterhaltsvereinbarungen. Der Begriff stammt ursprünglich aus der englischen Geschichte und hat fast nichts mit Rosen zu tun.
Die historische Herkunft des Begriffs
Der Ausdruck „Rosenkrieg“ geht auf den englischen „War of the Roses“ zurück, einen Konflikt zwischen den Adelshäusern York und Lancaster im 15. Jahrhundert. Beide hatten eine Rose im Wappen – die Yorks eine weiße, die Lancasters eine rote. Der Krieg dauerte über 30 Jahre und führte zu erheblichem Machtverlust auf beiden Seiten.
Der „Rosenkrieg“-Film aus den 1980ern
Eine weitere Bedeutung bekam der Begriff durch den Film „The War of the Roses“ von Danny DeVito aus dem Jahr 1989. In dieser Komödie spielen Kathleen Turner und Michael Douglas das Ehepaar Barbara und Oliver Rose, das sich nach vielen Ehejahren trennen will. Doch anstatt eine faire Lösung zu finden, streiten beide erbittert um Haus, Besitz und Macht. Der Film zeigt auf humorvolle Weise, wie eine Scheidung in einem erbitterten Kampf enden kann.
Wie eine Scheidung ohne Rosenkrieg gelingt
Ein Rosenkrieg muss nicht sein. Es gibt Wege, eine Trennung fair zu gestalten und gegenseitige Verletzungen zu vermeiden:
- Einvernehmliche Scheidung: Wenn beide Eheleute bereit sind, Kompromisse zu machen, geht die Trennung oft reibungsloser. Ein gemeinsames Ziel sollte sein, Lösungen zu finden, die für beide akzeptabel sind.
- Zugewinnausgleich und Versorgungsausgleich: Wer sich frühzeitig über die finanzielle Trennung Gedanken macht, kann Streit vermeiden. Klare Regelungen zum Vermögen und zur Rente helfen, Unklarheiten zu beseitigen.
- Unterhaltsvereinbarungen schließen: Wer bekommt welchen Unterhalt? Diese Frage sollte sachlich geklärt werden, um Konflikte zu vermeiden.
- Hausrat fair aufteilen: Viele Streithähne gehen aufeinander los, wenn es um das gemeinsame Eigentum geht. Hier sollte eine faire Aufteilung gefunden werden.
Warum es sich lohnt, Streit zu vermeiden
Ein Rosenkrieg ist kräftezehrend und belastend für alle Beteiligten. Wer versucht, vernünftig zu bleiben, kann viel Leid ersparen. Gerade wenn Kinder im Spiel sind, sollte der Fokus darauf liegen, eine faire Lösung zu finden.
Fazit
Eine faire Trennung ist möglich, wenn beide Seiten bereit sind, sich zu einigen. Es geht nicht darum, zu gewinnen, sondern darum, einen respektvollen Schlussstrich unter die gemeinsame Zeit zu ziehen.
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