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Sex nach den Wechseljahren: Ein neues Kapitel der Intimität


Verliebtes älteres Paar

Die Wechseljahre markieren für viele Frauen eine Zeit des Wandels. Sie können die Möglichkeit bieten, die Sexualität neu zu entdecken. Die hormonellen Veränderungen, die mit der Menopause einhergehen, beeinflussen körperliche Prozesse, die das Sexualleben beeinträchtigen können. Dennoch bleibt Sex ein Thema – auch und gerade nach den Wechseljahren.

Wechseljahre und ihre Auswirkungen auf die Sexualität

Mit zunehmendem Alter lassen die Funktionen der Eierstöcke nach. Dies führt zum Ausbleiben der Regelblutung und einer hormonellen Umstellung. Das Zusammenspiel von Östrogen und Progesteron verändert sich, was die Sexualität in den Wechseljahren beeinflusst. Viele Frauen erleben eine verringerte sexuelle Erregung oder einen Libidoverlust. Die Scheide wird dünner und trockener, was beim Geschlechtsverkehr zu Schmerzen führen kann. Zudem beeinträchtigen hormonelle Schwankungen das Wohlbefinden und können zu Hitzewallungen, Schlafstörungen und Stimmungsschwankungen führen.

Mehr als Hormone: Weitere Faktoren, die das Sexualleben beeinflussen

Neben hormonellen Veränderungen beeinflussen auch psychische und emotionale Aspekte das sexuelle Verlangen. Stress, Beziehungskonflikte oder eine veränderte Körperwahrnehmung können das Interesse an Sex verringern. Mit den körperlichen Veränderungen wandelt sich auch das Liebesleben.

Sexualität neu entdecken: Wege zu einem erfüllten Liebesleben

Trotz der Herausforderungen gibt es viele Wege, um ein erfülltes Sexualleben zu führen. Zunächst hilft es, die eigenen Bedürfnisse und Wünsche zu reflektieren. Gespräche mit dem Partner oder der Partnerin sind wichtig. Ein offenes Gespräch über Wünsche, Sorgen und Änderungen kann dabei helfen, neue Wege der Intimität zu finden.

Scheidentrockenheit behandeln: Hilfe für mehr Wohlbefinden

Ein häufiges Problem für Frauen in den Wechseljahren ist die Scheidentrockenheit. Durch den Östrogenmangel wird die vaginale Schleimhaut dünner und trockener. Dies kann beim Geschlechtsverkehr zu Schmerzen führen. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, um die Beschwerden zu lindern:

  • Gleitmittel und Cremes: Feuchtigkeitsspendende Produkte helfen, Trockenheit und Schmerzen zu reduzieren.
  • Hormonelle Behandlungen: Eine Hormonersatztherapie oder lokal angewandtes Östrogen kann die Beschwerden lindern.
  • Natürliche Mittel: Bestimmte pflanzliche Wirkstoffe, wie z.B. Mönchspfeffer, können unterstützend wirken.

Lust in den Wechseljahren: Was tun bei Libidoverlust?

Wenn das sexuelle Verlangen nachlässt, gibt es verschiedene Möglichkeiten, es wiederzubeleben. Bewegung, gesunde Ernährung und Stressreduktion tragen dazu bei, das Wohlbefinden und damit auch das Interesse an Sex zu steigern. Auch neue erotische Reize oder das Ausprobieren neuer Erfahrungen können helfen, die Sexualität neu zu entdecken.

Partnerschaft und Sexualität neu gestalten

Ein offener Austausch mit dem Partner oder der Partnerin ist Voraussetzung, um gemeinsam neue Wege der Intimität zu finden. Zärtlichkeit, Körperkontakt und emotionale Nähe sind ebenso bedeutend wie der eigentliche Geschlechtsverkehr.

Verhütung nach den Wechseljahren: Ist sie noch notwendig?

Solange die Menopause nicht vollständig abgeschlossen ist, bleibt Verhütung ein Thema. In der Perimenopause kann es trotz unregelmäßiger oder ausbleibender Regelblutung noch zu einem Eisprung kommen. Frauen sollten daher mit ihrer Ärztin oder ihrem Arzt besprechen, wann eine Empfängnisverhütung nicht mehr notwendig ist.

Fazit: Ein neues Kapitel der Sexualität

Die Wechseljahre bringen Veränderungen mit sich, doch sie können auch die Chance bieten, die Sexualität neu zu entdecken. Mit der richtigen Herangehensweise, einer offenen Kommunikation und eventuell medizinischer Unterstützung kann diese Lebensphase eine Zeit der Bereicherung und neuen Erfüllung sein.

Bild von Freepik